Samstag, 3. Juni 2017

Sonne am 3.6.2017

Erst am Nachmittag zeigte sich über Hamburg die Sonne – zu diesem Zeitpunkte sollte es schon regnen und gewittern -, doch der Himmel war nicht blau, sondern eher weißlich. Entsprechend schlecht war auch das Seeing, das oft nur einen heftig wallenden Sonnenrand und »blubberige« Oberflächendetails zeigte. Im H-alpha-Licht war das Bild schon fast zu dunkel, um überhaupt etwas zu sehen.

Im Weißlicht gab es weiterhin nur die AR 12661 zu beobachten. Sie hatte gegenüber gestern die ohnehin nur rudimentär vorhandene Penumbra verloren und besaß nur noch zwei davon. Deshalb klassifizierte ich sie als D9. In dem großen Fackelfeld dahinter meinte ich dicht am Sonnenrand was Dunkles zu sehen, möglicherweise eine weitere Fleckengruppe. Ich konnte das aber nicht verifizieren, so dass ich bei einer Gruppe blieb. Vielleicht erkennt man hier morgen mehr.

Im H-alpha-Licht war die Aktivität entgegen meiner Annahme vor ein paar Tagen stark zurückgegangen. Am Rand tummelten sich 8 kleine Protuberanzen – die meisten am Ostrand – und auf der Oberfläche waren neben 2 Flaregebieten (eines im Bereich der Fleckengruppe) nur 5 mehr oder weniger unauffällige Filamente zu finden. Praktisch die gesamte Südhalfte der Sonne war erscheinungsfrei, alle anderen gehörten zum Norden. Der erwartete, von der H-alpha-Akitivät ausgehende Schub ist leider ausgeblieben – nicht Neues in dieser Phase des zu Ende gehenden 24. Sonnenfleckenzyklus.

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