Freitag, 10. Februar 2017

Sonne am 10.2.2017

Nach der ersten Februarbeobachtung heute gleich die 2. und das unter fast identischen Bedingungen. Am frühen Nachmittag schob sich ein Wolkenloch von Südwesten heran und gab den Blick auf die Sonne frei, wobei das Seeing heute sogar ein klein wenig besser war. Durch Cirren und Restwolken war die Durchsicht aber schlechter, sodass das Bild sowohl im Weiß- als auch im H-alpha-Licht recht dunkel blieb.

Eine neue Fleckengruppe war nicht zu sehen, doch die AR 12635 hatte in der Mitte eine weitere Penumbra erhalten, sich aber nicht spürbar weiter ausgedehnt, sodass sie weiterhin der Klasse D angehörte und nun 9 Einzelflecken aufwies. Fackelfelder am Sonnenrand waren heute nicht zu sehen.

Im H-alpha-Licht zeigte sich im Südosten ein größerer Protuberanzenbogen, daneben eine Protubenrolle. Die restlichen 4 der insgesamt 6 Exemplare kamen nur strichförmig oder leicht spitzkelig über den Rand hinaus. Auf der Oberfläche waren wieder zwei Flaregebiete zu sehen, deren Position nicht mit der AR 12635 identisch war. In dem Areal standen 4 kleine Filamente, ein weiteres war im Südwesten zu finden. Praktisch die gesamte Westhälfte der Sonnenoberfläche war in diesem Wellenlängenbereich ohne jegliche Erscheinungen.

Donnerstag, 9. Februar 2017

Sonne am 9.2.2017

Nach weiteren 10 Ausfalltagen – so schlecht bin ich seit vielen Jahren nicht mehr in ein neues Jahr gestartet – heute die erste Februar-Beobachtung. Zu verdanken habe ich dass der Tatsache, dass der Ableser heute zwischen 14 und 16 Uhr kommen wollte und ich daher früher von der Arbeit weg musste, was auch fast wieder nicht geklappt hat. Dabei sollte heute laut Wetterbericht überhaupt keine Sonne zu sehen sein.

Ich war ein wenig früher zu Hause und stellte erst einmal meinen kleinen 80/400er-Refraktor auf die Fensterbank. Das Seeing war ganz gut, aber die Durchsicht schlecht, weil der Himmel ziemlich vercirrt war, was sich besonders im H-alpha-Licht negativ bemerkbar machte.

Im Weißlicht erkannte ich auf Anhieb die AR 21634 als D6-Gruppe. Sie war die einzige, die ich unter den gegebenen Umständen finden konnte, sowie zwei kleine Fackelfelder am Ostrand.

Ähnlich ernüchternd wirkte die ohnehin schwierige Beobachtung mit dem PST. Aufgrund des vercirrten Himmels war das Bild ingesamt sehr dunkel und die einzelnen Erscheinungen waren nur schwer auszumachen und wiesen einen kaum wahrnehmbaren Kontrast zur Oberfläche, bzw. am Sonnenrand auf. Nur mit Mühe konnte ich am Rand 7 kleine Protuberanzen erkennen, die fast alle wie kleine Baumspitzen aussahen. Lediglich eine im Nordosten sah aus wie ein Büschel. Die Oberfläche war nahezu leer, hier konnte ich auch nur 2 kleine Flaregebiete und 2 kleine Filamente erkennen.

Glücklicherweise gestattete mir der nun endlich auch spürbar größer werdende Tagbogen der Sonne eine Beobachtung zu einer Zeit, wo es bisher nicht ging: die Sonne stand wieder über dem ersten der beiden nervigen Hochhäuser!

Sonntag, 29. Januar 2017

Sonne am 29.1.2017

Die Wetteraussichten für den heutigen Tag ließen keine Hoffnung auf eine Sonnenbeobachtung aufkommen, denn es sollte entweder bedeckt sein oder den ganzen Tag über regnen. Zum Glück kam es etwas anders, denn mitten über der Stadt war eine kleine Wolkenlücke entstanden, in der es zwar keinen blauen Himmel gab, die Wolkenschichten jedoch so dünn wurden, dass die Sonne gerade so eben durchkam. Das Seeing war nicht so schlecht wie gestern und ich hatte noch ausreichend Zeit, zu gucken, bis die Sonne hinter der Kante meines Wohnblicks verschwinden würde

Viel hatte sich gegenüber der gestrigen Beobachtung nicht verändert. Die AR 12628 als H1 war durch die Sonnenrotation weiter nach Westen gerückt und stand nun mitten in dem einzig großen Fackelgebiet, dass auf der Sonne zu finden war. Genau auf dem Sonnenmeridian stand nun die AR 12629 als C6. Sie hatte nicht nur kleine Flecken verloren, die Penumbra im f-Teil existierte auch nicht mehr. Ein kleines Fackelfeld fand ich dann noch am Ostrand.

Im H-alpha-Licht war das Bild anfangs sehr dunkel, weil die Bewölkung noch zu dicht war. Nur kurzfristig war die Sicht ein wenig besser. Optimal waren die Bedingungen sicher nicht, ich konnte daher froh sein, überhaupt etwas zu sehen. Dazu zählten am Rand 5 Protuberanzen, die kaum einen Kontrast gegenüber dem Himmelshintergrund aufwiesen. Ebenso schwach und schwer zu erkennen waren 3 Flaregebiete und 8 Filamente auf der Oberfläche. Deren Zahl war somit auch mehr geraten als wirklich gezählt.

So schnell, wie die Chance zur Beobachtung kam, war sie auch wieder vorbei, denn bereits während des Schreibens dieses Blogbeitrages schloss sich das kleine Wolkenloch – es war nach Satellitenbildern eher ein schmaler, aber langer Streifen – und der Himmel war trüb und grau wie zuvor.

Samstag, 28. Januar 2017

Sonne am 28.1.2017

Nach einer gefühlten Ewigkeit, genau waren es 12 (!) Ausfalltage, konnte ich endlich wieder mal die Sonne beobachten. Dabei war zwischendurch das Wetter oftmals für eine Beobachtung gute geeignet, doch da ich erst nach Sonnenuntergang zu Hause war, konnte ich davon nichts nutzen. Oder es war bedeckt, wie am letzten Wochenende.

Über einen Monat nach der Wintersonnenwende geht die Sonne nun ein wenig weiter nördlich auf und steht jetzt nicht mehr gleich hinter Bäumen, sondern geht direkt hinter den Dächern des Nachbarhauses auf, was sich allerdings negativ auf das Seeing auswirkt. So war denn auch der Sonnenranh heute morgen sehr zappelig, während die Oberfläche relativ kontrastreich erschien. Das begünstigte nicht nur die Sichtbarkeit der wenigen Fackelfelder, sondern ließ auch die beiden einzigen noch verbliebenen Fleckengruppen klar erkennen. Weit im Westen stand die AR 12628 als H1, östlich des Sonnenmeridians die AR 12629 als D8, wobei die Penumbra im p-Teil zwei klar voneinenander getrennte Umbren aufwies. Beide Gruppen waren auf der Nordhalbkugel der Sonne zu sehen.

Im H-alpha-Licht war es anfangs schwierig, überhaupt etwas zu sehen. Zu heftig war die Bewegung m Sonnenrand. So erkannte ich erst nach und nach alle 7 Protuberanzen, die oft nur sehr schwer mit dem Hintergrund kontrastierten. Besonders interessant war eine im Südwesten, die aussah, wie eine sprudelnde Quelle. Recht kontrastarm waren auch die 4 Flaregebiete und die 8 oft nur leicht strich- oder punktförmigen Filamente. Sie waren wirr und regellos über die Oberfläche verteilt. Gerade die schwächlichen und kontrastarmen Erscheinungen auf der Oberfläche und die nur noch mickrigen Protuberanzen sind ein untrügliches Zeichen für den zu Ende gehenden Zyklus. Aber vielleicht kommt da ja doch noch mal was Anständiges um den Sonnenrand herum.


Sonntag, 15. Januar 2017

Sonne am 15.1.2017

Der Tag war, was die Sonnenbeobachtung anging, sehr frustrierend. Zunächst gab es keinen klaren Himmel, wie er noch am Abend zuvor vorhergesagt wurde, es war total bewölkt. Ab mittags sollte es aufklaren. Auch das passierte nicht. Erst am frühen Nachmittag zeigten sich im Westen erste größere Wolkenlücken. Und als ich schon dabei war, das Teleskop aufzubauen, musste ich feststellen, dass diese mit einem Mal nicht mehr voran kamen, sondern solange stehen blieben, bis neue Wolken aus dem Norden heran kamen und die Sonne nicht mehr zu sehen war. Sie verschwand schließlich hinterm Hochhaus und nun hieß es, mindestens zweieinhalb Stunden zu warten.

Schließlich klarte es richtig auf. Der Beobachter Bergedorf konnte schon aktiv werden, als bei mir die Sonne noch hinter dem Hochhaus stand. Ein anderer Beobachter aus Halstenbek hatte schon am Vormittag beobachten können …  Irgendwann war der Himmel fast völlig frei von Wolken und ich konnte beobachten, als die Sonne hinter dem ersten Hochhaus rauskam. Das Seeing war angesichts der Position zwischen den Häusern erstaunlich gut und so gab es für mich die erste störungsfreie Beobachtung des Jahres.

Im Weißlicht waren die beiden Regionen 12526 als J1 und die 12626 als J2 sofort zu sehen, leicht schräg hinter der 12626 war noch eine kleine A1 zu finden, die aber nur sehr schwer zu erkennen war. Bei schlechterem Seeing hätte ich die bestimmt übersehen.

Das Seeing ließ dieses Mal viele Einzelheiten im H-alpha-Licht erkennen. Von den gestern noch zu sehenden Protuberanzen war nicht mehr viel übrig. Lediglich sowohl am West- als auch am Ostrand waren jeweils drei Exemplare zu sehen, während auf der Oberfläche 3 Flaregebiete und nur noch 7, zumeist stummelartige, Filamente zu erkennen waren. Weite Teile der Sonnenoberfläche waren nun wieder erscheinungsfrei.

Das Wetter soll in den kommenden Tagen nun wieder sonniger werden, wenn ich wieder den ganzen Tag auf der Arbeit verbringe und deshalb weitere Ausfalltage ansammle ...

Samstag, 14. Januar 2017

Sonne am 14.1.2017

Der Tag begann mit einem wolkenlosen, blauen Himmel und als ich den fast vollen Mond am Westhimmel hinter Bäumen verschwinden sah, hoffte ich auf eine Sonnenbeobachtung unter besseren Umständen als am Vortag. Daraus wurde jedoch nichts.

Kurz nach 10 Uhr rief mich ein Freund aus Bergedorf an, der zu dem Zeitpunkt schon beobachtet hatte. Für mich stand die Sonne da noch hinter einem Nachbarhaus und sie kam nur quälend langsam dahinter hervor, nur um dann gleich wieder hinter Bäumen zu stehen. Dennoch richtete ich mein kleines Teleskop von der Fensterbank aus auf die Sonne und erkannte dabei sofort die beiden Fleckengruppen, die ich bereits gestern gesehen hatte: die AR 12625 als J1 und die AR 12626 als J2. Darunter stand noch eine A1, die ich wegen des Baumes zunächst nicht sehen konnte, weil die Sonne da hinter dickem Geäst stand. Erst als sich eine kleine Lücke ergab, fand ich die Gruppe, die auch jetzt noch keine eigenständige Summe hat, aber wohl die AR 12627 werden wird.

Danach wechselte ich zum PST, musste mich aber wegen der drohenden Kante meines eigenen Wohnhauses beeilen, um noch beobachten zu können. Bei einer Schnellzählung kam ich auf 10 Protuberanzen, 4 Filamente und 3 Flaregebiete. Besonders interessant war dabei der Bereich des Ostrandes, um den die drei neuen Gruppen herumgekommen war. Hier stand eine große Büschelprotuberanz und der Bereich der Flecken war hier von zwei großen Flaregebieten umgeben. Weitere Protuberanzen konnten entlang des Ostrandes erfasst werden. Der Westrand zeigte drei größere Materiebögen, eines davon genau der großen am Ostrand gegenüberstehend mit einer filigranen Struktur. Dann war Schluss und die Sonne stand hinter der Kante.  Ich konnte nur auf den Nachmittag hoffen. 

Wie so oft erfüllte sich die Hoffnung nicht, denn ab Mittag zog sich der Himmel zu, wurde schleimig und die wenigen Lücken, die sich noch zeigten, waren für eine Beobachtung ungeeignet. Später kam die Sonne noch mal für länger raus, stand dann aber hinter einem der nervigen Hochhäuser, sodass Kontrollbeobachtungen nicht mehr möglich waren ... 

Freitag, 13. Januar 2017

Sonne am 13.1.2017

Elf Ausfalltage musste ich über mich ergehen lassen, die zum Teil sehr sonnig waren, die ich aber auf der Arbeit verbracht habe und zu spät zu Hause war, um noch beobachten zu können. In diese Phase fielen alle bisherigen fleckenfreien Tage des Jahres 2017. Nur der Tatsache, dass dr Tagbogen der Sonne ganz langsam wieder länger wird, war die Beobachtung zu verdanken, die allerdings unter denkbar schlechten Rahmenbedingungen stattfand.

Als ich nach Feierabend und Einkauf zu Hause ankam, sah ich, dass die Sonne vom Dachboden aus auf der rechten Treppenhausseite noch zu sehen war. Also baute ich schnell das Teleskop auf, nur um festzustellen, dass das Seeing eine einzige Katastrophe war. Mich empfing ein durchgehend wallender Sonnenrand bei einer schon leicht deformierten Sonne und es drohte wieder die Kante des Hochhauses. Dafür konnte ich die beiden neuen Gruppen relativleicht finden, wenn sie sich, bedingt durch das Seeing, scheinbar ständig aufpumpten und wieder in sich zusammenfielen. Die AR 12625 war eine J1 und nordöstlich davon stand am Ostrand noch eine J2. Beide Fleckengruppen standen in einem gemeinsamen Fackelfeld.

Richtig gruselig wurde es im H-alpha-Licht mit dem PST. Der Rand und die Oberfläche waren ebenfalls ständig am Pumpen und so hatte ich arge Schwierigkeiten, überhaupt etwas zu sehen. Eine schon eiförmige rote Sonne vor tiefrotem Hintergrund gab nicht nur wenig Kontrast, es ließ auch nicht viel Detail erkennen. Am Rande zählte ich im Schnelldurchlauf 11 kleine Protuberanzen, auf der Oberfläche 5 Filamente und kein einziges Flaregebiet. Nochmalige Kontrollen scheiterten am Seeing und der nun deutlich wahrnehmbaren Hauskante, hinter der die arg tief stehende Sonne schließlich verschwand.

So blieb mir wieder nur eine winterliche Beobachtung unter Zeitdruck und schlechtem Seeing ...